Leben und Wohnen

Posted on 14th Mai 2011 in Leben, Wohnen

Leben und Wohnen beschäftigt sich mit dem Leben in der Region Stuttgart/Esslingen. Uns ist wichtig, daß die Lebensqualität für die Bürger möglichst gut bleibt, trotz Straßen, Bahn und sonstigen Einflußfaktoren einer Ballungsregion.

Simulation - Windräder Wernau Sicht von Bergstraße-Martinstraße

Simulation - Windräder Wernau Sicht von Bergstraße-Martinstraße

Aktuell beschäftigen wir uns mit dem Thema Windräder bzw. Windkraftanlagen in der Region Stuttgart/Esslingen.

Beteiligen Sie sich an der Diskussion: Am Ende eines jeden Beitrages gibt es ein Kommentarfeld. Falls dieses nicht angezeigt wird, erst auf die Überschrift des jeweiligen Artikels klicken.

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In der linken Spalte können Sie abstimmen über den Windpark Wernau.

In diesen beiden Kurzfilmen können Sie sich informieren, wie Anwohner das Leben neben Windkraftanlagen empfinden: 3SAT: Leben mit Windkraftanlagen je 6 Min.

http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=play&obj=16674

http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=play&obj=27847

Windräder im Regionalverband Stuttgart

Posted on 20th Mai 2013 in Windrad

Im Regionalverband Stuttgart wurden vor einem Jahr insgesamt 96 Standorte für Windkraftanlagen betrachtet. Diese Planungen der Windkraftanlagen sorgten bei zahlreichen Bürgern für erhebliche Unruhe und lösten Besorgnis hinsichtlich von schädlichen Belastungen für Anwohner und der Natur aus.

Von den damals 96 Standorten sind mittlerweile circa 30 Standorte weggefallen, weil sie aus Gründen des Naturschutzes nicht von den Landratsämtern freigegeben worden sind. Weitere Standorte sind derzeitig in Klärung, weil der Wetterdienst und die Flugsicherung gewisse Gebiete nicht akzeptiert. Aus Gründen des Naturschutzes werden vermutlich weitere Standorte abgelehnt werden, um seltene Vögel, zum Beispiel den roten Milan zu schützen.

Am 10. Juli 2013 soll in der Sitzung des Planungsausschusses der Region Stuttgart ein vorläufiges Ergebnis der Untersuchungen präsentiert werden. Unabhängig von dieser Sitzung des Regionalverbandes Stuttgart gibt es schon jetzt bestimmte Standorte, für die sich vermutlich ein grünes Licht abzeichnet. Konkret sind dies folgende Standorte: Click here to read more.. »

Einspruch gegen Windräder in Wernau

Posted on 16th Januar 2013 in Windpark

Insgesamt haben 550 Bürger aus Wernau Einspruch gegen die zur Diskussion stehenden Windräder in Wernau erhoben.

Damit ist Wernau eines der drei „Widerstandsnester“ (Stuttgarter Zeitung vom 15.1.2013) gegen die Windräder. In Wernau hat zusätzlich auch die Stadt Wernau den Windpark im Waldgebiet „Rotenhau“ abgelehnt.

Neben Wernau gibt es auch aus dem Remstal (Korb und Remshalden) sowie in einigen Gemeinden im Schurwald Widerstand gegen Windräder.

Insgesamt gingen ca. 3.000 sog. Einwendungen gegen die Windparks ein. Die Hauptgründe der Einwendungen waren:

  • zu geringer Abstand zur Wohnbebauung
  • Schutz der Landschaft
  • Wertverlust der Immobilien

Derzeit ist noch offen, ob und inwieweit sich die Planungen für die Windparks aufgrund der Einwendungen ändern werden. Im April oder Mai soll lt. Stuttgarter Zeitung ein überarbeiteter Plan vorliegen und den Regionalräten vorgestellt werden.

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Stellungnahme Regionalplan Windpark Wernau

Posted on 17th November 2012 in Windpark, Windrad
Aufpassen

Aufpassen

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung kann jeder Bürger seine Meinung zum sog. Regionalplan Windenergie äußern. Da in unmittelbarer Nähe zu den Wohngebieten der Stadt Wernau (Abstand 700m) ein Standort für einen Windpark ausgewiesen werden soll, sollten sich die Bewohner von Wernau Gedanken zu diesen Plänen machen.

Wer einen Windpark am geplanten Standort ablehnt, sollte/muß dies bis spätestens 30.11.2012 in schriftlicher Form mitteilen. Eine Gruppe von Wernauer Bürgern hat dazu eine Musterstellungnahme sowie ein Infoblatt erstellt.

Die Musterstellungnahme sowie das Infoblatt ist hier zum Download und Ausdrucken verfügbar:

Windpark in Wernau, Auswirkungen auf Natur und Gesundheit

Die Stellungnahme wurde entfernt, da der Termin mittlerweile abgelaufen ist.

Erfahrungen mit dem Windrad

Posted on 11th November 2012 in Windpark, Windrad

Zu unserem Beitrag http://leben-wohnen.info/windpark/erfahrungen-mit-windkraftanlagen-ingersheim hat  uns folgendes Schreiben eines betroffenen Anwohners erreicht, das wir hier mit dessen freundlicher Genehmigung wiedergeben:

…. gestern hatte ich die Zeit nochmals den Erfahrungsbericht über Ingersheim zu lesen. Dazu möchte ich doch noch ein paar Anmerkungen machen.
Der Reihe nach; steht man direkt unter dem Windrad, sind die Leute tatsächlich durchweg überrascht, dass man so gut wie nichts hört. Das hängt natürlich auch von der Windgeschwindigkeit ab. Wenn das Windrad bei schwachem Wind mehr oder weniger vor sich hin rumpelt, dann hört man auch nichts. Entfernt man sich vom Windrad, werden die Geräusche hörbar und verändern sich trotz steigender Entfernung nur sehr wenig. Wenn vor Ort Besuch ankommt, kann man natürlich die Anlage so steuern, dass sich zwar etwas dreht, aber die Rotoren z.B. etwas aus dem Wind genommen werden und dadurch verringert sich auch die Geräuschlage. Ob das dann auch so gemacht wird oder nicht, lässt sich schwer beweisen.

Das da zufällig ein Miteigentümer anwesend war ist keine Überraschung. Es scharwenzelt fast immer eine Person aus den Reihen der Gründungsriege um das Windrad herum. Der Verpächter und Miteigentümer wohnt ja 500 Meter vom Windrad entfernt und hat sich, wie uns berichtet wurde, vorsorglich vor dem Bau schon mal Schallschutzfenster eingebaut. 

Es wird eine Rücklaufzeit des Kapitals von 16-17 Jahren angegeben. Bevor der Bau begonnen wurde, sprach man immer von 14-15 Jahren. Überhaupt haben die Initiatoren immer wieder  mit unterschiedlichen Zahlen gehandelt, sei  es bei der Stromausbeute oder bei den Kapitaleinlagen usw.; mal wurde praktisch keine Rendite in Aussicht gestellt, dann waren es wieder 2-3 Prozent und jetzt am Montag konnte man wieder in der Zeitung (LKZ) lesen, dass es 4 Prozent sein sollen.

Es wurde z.B. auch klammheimlich im Frühjahr 2011 die Satzung verändert. Die Mindestsumme der Beteiligung wurde von 2.500 Euro auf 250 Euro gesenkt. 
Zu diesem Zeitpunkt wurde dann auch noch verkündet, dass jetzt genügend Mitglieder vorhanden wären und es sogar eine Warteliste geben würde.  Schon komisch, noch während des Aufbaus wurde noch Geld eingesammelt, so zum Beispiel beim Bund Naturschutz (BUND) Baden-Württemberg. Anfang dieses Jahres etwa erfuhren wir, dass trotzdem ein Kredit in Höhe von rund 700.000 Euro aufgenommen wurde. Am Anfang der Geldsammlerei  (ab Anfang 2010) konnte man in der Presse nachlesen, dass man hofft ohne Kredit aus zukommen. Na ja.

Noch ein Wort zur Lebensdauer – die Einspeisevergütung gibt es ja nur bis max. 20 Jahre, danach müssten die Betreiber sehen, wer ihnen den Strom abkauft und zu welchem Preis. Was wird in 20 Jahren sein? Von Rückstellungen für Instandsetzungen ist uns nichts bekannt. Außerdem gibt es bei  dieser Kategorie von Windkraftanlagen noch überhaupt keine Anhaltspunkte, was da nach 20 Jahren auf die Betreiber bzgl. der Wartung und Reparaturen zukommen könnte und ob die länger als 20 Jahre halten, wird sich noch zeigen.

Besonders interessant finde ich den Satz: „Da die Beteiligung je Mitglied überschaubar ist, hält sich das wirtschaftliche Risiko für den einzelnen Investor in beherrschbaren Grenzen.“ Nun, wenn 10.000 Euro eingesetzt sind, dann sind auch 10.000 Euro im Risiko und im Ernstfall (auch wenn bei der EG keine Nachschusspflicht besteht) können die auch weg sein. Das sollte schon jedem klar werden. Wenn man natürlich finanziell so gut ausgestattet ist, wie große Teile der Initiatoren, dann sind 10.000 Euro keine Summe über die man reden muss. Ob das die restlichen gut 360 Mitglieder der Genossenschaft auch so sehen, sei mal dahin gestellt.

Ich wette mit Ihnen, dass da einige Leute fast ihr ganzes Geld rein gesteckt haben. Wir wissen auch, dass es Beteiligte gibt die schon etwas älter sind, also ab 65 -70 Jahre aufwärts. Was sollen die mit einer 20 Jahre laufenden (Risiko-) Kapitalanlage, aus der man, wenn überhaupt, nur schlecht und wahrscheinlich auch nur mit Verlust wieder raus kommt?

Unsere Bürgerinitiative hat sich schon gefragt, ob da nicht einige Überredungskünste angewendet wurden, um das Geld für einen Anteil an der Genossenschaft locker zu machen. Zumindest anfänglich; nach der Fukushima Havarie war die Werbung für eine Beteiligung natürlich einfacher und die Schäfchen konnten leichter eingesammelt werden. Was viele Leute auch nicht wissen, der Vertrieb von Genossenschaftsanteilen unterliegt leider nicht der Aufsicht der Bafin.

Warten wir also mal die ersten Jahre ab. Sollte es nicht so laufen wie gewünscht, dann werden mit Sicherheit einige aufmucken. Sollte es tatsächlich auch noch zu einer Nachtabschaltung kommen, dann dürfte es wirklich duster werden. Die entsprechenden Klagen und Gerichtsverfahren gegen die Genehmigung aus dem Jahr 2011 sind beim Verwaltungsgericht Stuttgart noch anhängig.

Sehr oft wurde uns die Frage gestellt, warum machen die das, wenn es kaum oder gar keine Rendite, aber ein großes Risiko gibt? Ich persönlich ordne das der Kategorie Gutmenschentum und Ideologie zu und halte das bei manchen Gruppierungen für eine Art Ersatzreligion. Wirtschaftliche Überlegungen oder physikalische Grundlagen die man nicht einfach über den Haufen werfen kann, spielen dabei anscheinend keine Rolle. Ein Gründungsmitglied der Energiegenossenschaft machte Anfang Mai 2012 auf einer, sagen wir mal Werbeveranstaltung für Genossenschaften, folgende Aussage:

„Und in der Genossenschaft versammeln sich Idealisten, die mit ihrem Geld ein ökologisches Zeichen setzen wollen und weniger auf die Rendite abzielen.  Vielen unserer Mitglieder genügt es, wenn am Ende eine schwarze Null herauskommt. Das nimmt uns natürlich viel Druck weg.“ (Quelle: Bietigheimer Zeitung 9.5.2012)

Wenn das nun überall so abläuft, wie in Ingersheim, dann verzichte ich gerne auf diese Zeichen. Bezüglich Energiewende und Klimawandel halte mich da lieber an folgenden Spruch, den Paul Watson, Mitbegründer von Greenpeace von sich gegeben haben soll:

„Es spielt keine Rolle, was stimmt und was nicht. Wichtig ist allein, was die Leute glauben, dass es die Wahrheit ist.”

Die Situation in Wernau sehe ich so, bei einem Bau von mehreren Kavenzmännern der E-82 Klasse oder gar von noch höheren und stärkeren Anlagen, wäre ein Abstand von 700 Metern zu normalen Wohnsiedlungen absolut fatal und zu steigenden Strompreisen kämen dann noch ganz andere Probleme auf die Anwohner hinzu.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen noch einen kleinen erweiterten Einblick zur Situation und zum Ablauf in Ingersheim vermitteln und verbleibe hiermit

mit besten Grüßen aus Ingersheim

(der Name ist der Redaktion bekannt)

Erfahrungen mit Windkraftanlagen (Hof)

Posted on 5th November 2012 in Windpark, Windrad

Teil 1: Erfahrungen von Anliegern mit Windkraftanlage bei Hof

Zur Argumentation von Pro und Contra Windkraftanlagen verwenden Befürworter und Gegner gerne wissenschaftliche Gutachten. Solche Gutachten haben auch ihre Berechtigung. Allerdings sind die Gutachten für den normalen Bürger nicht immer verständlich oder werden falsch interpretiert.

Aufschlussreich sind immer wirkliche Erfahrungen von Anwohnern von Windkraftanlagen. Wie wirkt sich ein Windrad im täglichen Leben auf die Anwohner aus?

Wir haben einen Wochenendausflug genutzt und haben willkürlich zwei Windkraftanlagen (WKA) besucht, die an der Strecke lagen. Dabei konnten wir uns selbst einen Eindruck von der optischen Wirkung wie auch von den Lärmemissionen machen.

Die erste besuchte Windkraftanlage (Windenergieanlage oder Windpark meint das Gleiche) steht in der Gegend von Hof in der Nähe der Autobahn A9. Fünf Windräder bilden dort einen Windpark. Die Windräder haben eine Nabenhöhe von ca. 80m. In einer Entfernung von ca. 400m zum nächsten Windrad konnten wir einen permanenten Rauschton hören. Allerdings war nicht genau auszumachen, welche Geräusche von der Autobahn und welche vom Windpark kamen. Zufällig vorbei kommenden Spaziergänger erwiesen sich als Anwohner eines Einzelgehöftes in ca. 450m Abstand zum nächsten Windrad. Die Anwohner berichteten, dass die Geräusche stark von der Witterung abhängig seien. Besonders störend bzw. laut sei der Lärm bei feuchter Witterung. Dann meint man, draußen fahre ein Zug vorbei (während ein Zug allerdings nur kurze Zeit vorbeifährt, erzeugt ein Windrad diesen Lärm gleichbleibend über Stunden). Als noch schlimmer empfinden die Anwohner allerdings den sog. Schattenwurf. Für etwa 45 Minuten am Tag erzeugt der Rotor des Windrades einen gleichmäßig wiederkehrenden Schatten am Wohnhaus, der die Bewohner fast „verrückt“ macht.

Laut den Anwohnern machen den Profit dieser Anlage Investoren, die nicht selbst von den negativen Auswirkungen der Windkraftanlage betroffen sind. Die Probleme und Belästigungen haben ausschließlich die Anwohner zu tragen.

Teil 1: „Erfahrungen Windkraftanlage (Hof)

Teil 2: „Erfahrungen Windrad (Ingersheim)

Auswirkungen durch die geplante Windkraftanlage Wernau hier:

http://leben-wohnen.info/windpark/auswirkung-eines-windparks-auf-wernau

Erfahrungen mit Windkraftanlagen (Ingersheim)

Posted on 5th November 2012 in Windpark, Windrad

Teil 2: Bericht Erfahrungen Windrad Husarenhof (Ingersheim)

Eine knappe Autostunde von Wernau entfernt steht in Ingersheim ein 138m hohes Windrad. Der Durchmesser des Rotors beträgt 82m. Das Windrad lässt sich bequem mit dem Auto erreichen. Direkt am Fuße des Windrades kann man parken und sich so einen guten Eindruck verschaffen.

Bei unserem Besuch konnten wir direkt am Windrad keine besonders störenden Geräusche feststellen. Im jedem Fall waren die Geräusche durch den umliegenden Verkehr lauter als das Windrad. Lediglich die Elektronik unten in Fuß des Windrades erzeugte ein unangenehmes Sirren (ähnlich Trafostationen), welches aber nur im näheren Umkreis des Windrades zu hören war.

Ein zufällig anwesender Miteigentümer der Windkraftanlage Ingersheim gab bereitwillig Auskünfte. Es handelt sich in diesem Fall um ein sog. Bürgerwindrad. Das Bürgerwindrad Ingersheim wurde durch ca. 360 Bürger aus der Gegend in Form einer Genossenschaft finanziert. Die Kapitaleinlage pro Mitglied der Genossenschaft beträgt in der Regel ca. 10.000,-€. Die Kosten der Windkraftanlage betrugen ca. 3,6 Millionen Euro. Wenn alles gut läuft, sollen die Mitglieder (durch die Stromerlöse) ihren Beitrag in ca. 16 bis 17 Jahren zurück erhalten. Die Lebensdauer des Windrades ist mit ca. 25-30 Jahren veranschlagt. Wenn es nicht zu teuren Reparaturen kommt, ist also auf lange Sicht gesehen mit einem positiven wirtschaftlichen Ergebnis zu rechnen. Allerdings kann man mit so einem Invest in Windenergie nicht reich werden. Da die Beteiligung je Mitglied überschaubar ist, hält sich das wirtschaftliche Risiko für den einzelnen Investor in beherrschbaren Grenzen.

Wegen Beeinträchtigungen von Anwohnern durch Schattenschlag muss das Windrad zeitweise abgeschaltet werden. Das vermindert natürlich die Rendite der Windkraftanlage (Abkürzung WKA). (Anmerkung: Falls es aufgrund der anhaltenden Beschwerden der Anwohner zu einer verordneten Nachtabschaltung käme, würden sich die kalkulierten Erlöse signifikant reduzieren und wäre wirtschaftlich für die Investoren verheerend).

Nach Aussage des Miteigentümers kommt es witterungsabhängig zu unterschiedlich hohen Lärmbeeinflussungen. Besonders unangenehm sei die Geräuschbelästigung, wenn unten kein Wind weht, aber in Höhe der Rotoren schon. In diesem Fall seien die Geräusche auch in 1 km Entfernung zu hören. Das Geräusch erinnert dann an ein Flugzeug (allerdings natürlich als Dauergeräusch). In der Summe empfindet der Miteigentümer des Windrades aber die Lärmbelästigung persönlich als kein Problem. Die Anwohner seien jedoch hinsichtlich der empfundenen Belästigung durch die WKA gespalten zwischen Personen, die das Windrad nicht als störend empfinden und solchen, die sich durch das Windenergieanlage gestört fühlen.

Hier ein auszugsweise der Bericht eines Anwohners:

„… Wir können jetzt schon sagen, dass ein Abstand von 700 Metern zu normalen Wohnsiedlungen nicht reicht. Die Beschwerden kommen auch aus Ingersheim selbst und da sind die Abstände mindestens 1000 Meter. Ich mag gar nicht daran denken, wenn nicht nur hier bei uns, gleich mehrere WKA´s mit noch mehr Leistung stehen …“ Quelle: http://www.umwelt-zukunft-gailingen.de/aktuelle-informationen/erfahrungsberichte

Teil 1: „Erfahrungen Windkraftanlage (Hof)

Teil 2: „Erfahrungen Windrad (Ingersheim)

Auswirkungen durch die geplante Windkraftanlage Wernau hier:

http://leben-wohnen.info/windpark/auswirkung-eines-windparks-auf-wernau

Info Windkraftanlage (WKA) Ingersheim

Info Windkraftanlage (WKA) Ingersheim

Auswirkung eines Windparks auf Wernau

Posted on 2nd November 2012 in Windpark, Windrad

Nachdem die Pläne für die Windräder in der unmittelbaren Nachbarschaft zur Stadt Wernau auf dem Tisch liegen, haben sich viele Bürger Gedanken über die Auswirkungen auf Wernau und deren Einwohner gemacht. Engagierte Bürger haben Informationen über andere Windparks bzw. Windkraftanlagen gesammelt. Wichtig waren vor allem die Erfahrungen anderer mit Windrädern sowie Studien und Untersuchungen über die Auswirkungen der Windkraftanlagen.

Das Bild auf dieser Seite (wie auch auf manchen anderen Seiten) zeigt eine Simulation des Windparks Wernau. Die Bilder wurden von einem Bürger ehrenamtlich nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Es wird keine Garantie auf die Richtigkeit gegeben. Natürlich kann die Zahl und Gestaltung der Windräder von der Simualation abweichen.

Windkraftanlage Wernau (Simulation Weidachgasse)

Windkraftanlage Wernau (Simulation Weidachgasse)

Nach dem Studium der Erfahrungsberichte und Untersuchungsergebnisse zum Thema Windpark kam die Gruppe der Bürger zu dem Schluß, dass die geplante Windenergieanlage Wernau zu erheblichen Nachteilen für Wernau führt. Deshalb lehnt diese Gruppe einen Windpark in Wernau ab.

Der Flyer mit den Berichten und Informationen zum Thema Windkraftanlage kann hier heruntergeladen werden:

Windpark in Wernau, Auswirkungen auf Natur und Gesundheit

Wer nach der Lektüre dieser Informationen zu einer ablehnenden Haltung gegenüber der Winkraftanlage Wernau kommt, kann und sollte offiziell seine Bedenken gegenüber dem Regionalverband Stuttgart äußern.

Eine Stellungnahme ist nur noch möglich bis 30.11.2012 und muss schriftlich (Email reicht nicht) erfolgen. Hier gibt es einen Musterbrief mit einer Stellungnahme zum Download:

Stellungnahme Regionalplan Wernau Windkraft

Ferner können sich Bürger auf einer Diskussionsplattform der Stadt Wernau zum Thema Windräder einbringen. Obwohl dies natürlich keine rechtlichen Auswirkungen hat, ist auch dort eine offene Diskussion von Argumenten für und gegen einen Windpark sinnvoll. Zusätzlich kann man auch an einer Abstimmung pro/contra Windrad teilnehmen:

https://bw.parteezy.de/bb/73249wernau/pages/Umfragen.aspx?Thema=5

Auch auf dieser Seite hier ist eine Diskussion und Meinungsaustausch über die Vor- und Nachteile eines Windparks möglich und erwünscht.

Regionalplan Windergie

Posted on 31st Oktober 2012 in Windpark, Windrad

Der sog. Regionalplan Windenenergie der Region Stuttgart wurde als Entwurf Ende Juli 2012 von der Regionalversammlung beschlossen. Der Regionalplan Windenergie sieht auf Basis der für Baden-Württemberg reduzierten Windgeschwindigkeit und des auf nur 700m reduzierten Mindestabstandes zu bewohnten Gebieten 96 sogenannte Vorranggebiete vor. In diesen Vorranggebieten könnten nach einem engültigen Beschluß sog. Windparks errichtet werden.

Simulation Windräder Wernau - Sicht von Katharinenstraße Hengenbach

Simulation Windräder Wernau - Sicht von Katharinenstraße Hengenbach

Wie geht es weiter?

Derzeit können sich Gemeinden, Behörden und Naturschutzverbände (bis 30. November 2012) zu den Vorstellungen der Region äußern. Die Bürgerinnen und Bürger können zu den Planungen ebenfalls Stellung nehmen. Allerdings nur in dem Zeitraum von 8. Oktober bis 30. November 2012. Vorgesehen ist, dass die Teiländerung des Regionalplans im Jahr 2013 von der Regionalversammlung beschlossen wird.

Wie kann man als Bürger zum Regionalplan Windenergie Stellung nehmen?

Die Stellungnahme muß schriftlich per Brief oder Fax erfolgen. Eine Email reicht nicht!

Einige Bürger haben für die Gemeinde Wernau einen Musterbrief erarbeitet. Dieser Musterbrief enthält einen Widerspruch zum geplanten Windpark mit ausführlichen Begründungen. Der Musterbrief ist hier als Download eingestellt. Ausdrucken, Name und Adresse angeben, Unterschrift und dann per Post oder Fax an die folgende Adresse schicken:

Verband Region Stuttgart
Stichwort: Anhörung Windenergie
Kronenstr. 25
70174 Stuttgart
(oder Faxnummer 0711/22759-70)

Musterbrief Stellungnahme zu Anhörung Windenergie Region Stuttgart:

Musterbrief Stellungnahme Wernau Windpark

 

Windpark Wernau

Posted on 27th Oktober 2012 in Leben, Windpark, Windrad

Am Rande der Stadt Wernau gibt es Pläne für einen Windpark

Windpark Wernau Nördliche Randstraße

Windpark Wernau Nördliche Randstraße

Genauer müsste man sagen, auch in Wernau gibt es Pläne für einen Windpark. Denn wenn es nach dem Willen der politisch Verantwortlichen geht, wird bald die ganze Region Stuttgart und Esslingen von einer Vielzahl von Windrädern bzw. Windparks durchzogen sein.

Da die Region Stuttgart/Esslingen wie fast der ganze süddeutsche Raum zu den windschwachen Gebieten zählt, ist der wirtschaftliche und ökologische Nutzen von Windkraftanlagen oder Windenergieanlagen, wie die Windräder richtig heißen, in dieser Region nicht unumstritten.

Doch offenbar ist die Landesregierung fest entschlossen, in Baden-Württemberg zahlreiche Windkraftanlagen, gebündelt in sog. Windparks zu erichten. Damit hier überhaupt ein Windpark gebaut werden darf, wurde  z.B. eigens der Grenzwert für die Mindestwindgeschwindigkeit des erforderlichen Windes herabgesetzt (5,25 m/s in 100 m Höhe über Grund).

Noch gravierender ist es für viele Bürger, dass auch der Mindestabstand zu bewohnten Gebieten in Baden-Württemberg herabgesetzt wurde. In Baden-Württemberg beträgt der Mindestabstand zu Wohngebieten nur noch 700m. Die Vorschriften für den Mindestabstand zu einem Windrad sind in jedem Bundesland anders geregelt. Häufig beträgt der Mindestabstand 1.500m und ist damit mehr als doppelt so hoch wie im Ländle. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einen Mindestabstand von 2.000m.

Neben den optischen Beeinträchtigungen sind vor allem Lärmemissionen eines Windparks  ernstzunehmende Probleme. Experten warnen vor gesundheitlichen Schäden durch unhörbare Lärmemissionen im Bereich des sog. Infraschalls und der Tieftöne